Es war einmal...

5 Gründe, warum ich Geschichten einfach liebe

 

„Es war einmal vor langer, langer Zeit...“ So oder so ähnlich beginnen viele der uns vertrauten Märchen und Geschichten, mit denen wir aufgewachsen sind. Ob es uns bewusst war oder nicht, sie haben uns begleitet und waren wie treue Freunde an unserer Seite. Auch dann noch, wenn andere Freunde uns schon längst verlassen hatten.

Geschichten gehören zur Menschheit wie die Nacht zum Tag

und sie gehören zu unserem Leben, einst wie heute.

 

Für mich waren Geschichten von Kindertagen an wichtige Begleiter und wurden immer mehr zu meinen treuesten Freunden. Wie es bei den meisten von uns der Fall ist, habe auch ich recht schnell meine Lieblingsgeschichten gefunden. Geschichten aus bestimmten Genres, in denen ich mich bis heute Zuhause fühle. Ob Bücher oder Filme, sie gehören zu meinem Leben wie die Luft zum Atmen. Das ist auch heute noch so. Ein Leben ohne Geschichten wäre für mich traurig, trostlos und einfach unvorstellbar.

 

Für mich gibt es viele Gründe, warum ich Geschichten liebe.

Meine Top 5 will ich dir heute verraten.


Meine Top 5 Gründe, warum ich Geschichten einfach liebe

 

1. Jede Geschichte verleiht mir ein neues Paar Flügel

 

Ich tauche ein und fliege los. Das geht ganz automatisch. Geschichten bieten mir Welten fern des Alltags, die mir Freiraum lassen, das Abenteuer auf meine Weise mitzuerleben. Sie bieten Platz zum Träumen und Frei-sein. Die Gedanken haben dann Pause und der Geist darf sich ausbreiten. Sogar der Körper fängt an zu kribbeln, wenn alle Grenzen fallen. Die Flügel auf meinem Rücken kann ich dann deutlich spüren als gehörten sie zu meinem Körper. Ich liebe dieses Gefühl!

 

Fazit: ein grandioses Gefühl, das befreit und belebt

Voraussetzung: darauf einlassen

 

 

2. In jeder Geschichte sind Schätze verborgen

 

Schon immer hat es mir Spaß gemacht, mit Filmhelden wie Indiana Jones auf Schatzsuche zu gehen. Doch selbst wenn es sich um eine andere Geschichte handelt, ist Kostbares zu finden. Und meist gar nicht so wenig. Von Botschaften und Lebensweisheiten, die vielleicht gar nicht als solche beabsichtigt sind aber genau ins Leben passen, über Charaktereigenschaften eines Protagonisten, die erstaunlicherweise an mich selbst erinnern, bis zu neuen Ideen und Impulsen, die durch die Geschichte ausgelöst werden. Alles drin, so ganz nebenbei. Wie Captain Jack Sparrow sagen würde: „Not all treasure is silver and gold, mate.“ Genau so ist es. Ob Buch, TV oder Kino – Geschichten sind einfach riesige Schatzkisten.

 

Fazit: viele Aha-Effekte - spaßig und spannend

Voraussetzung: offen sein dafür, dass Unterhaltung durchaus mehr zu bieten hat als das Offensichtliche

 

 

3. Geschichten sind heilsamer als jede Medizin

 

So manche Stunden verbrachte ich schon mit einer meiner Lieblingsgeschichten, wenn es mir nicht gut ging. Meistens war der Schmerz ja emotionaler Natur und äußerte sich in Traurigkeit, Bedrücktheit, Unmut oder es war mal wieder alles zu viel. Buch her, DVD an und schon ist er da, der beste Doktor der Welt. Rein in die Geschichte, der Weltschmerz bleibt erst mal draußen. Jetzt ist Zeit für Erholung und Rückzug. Die Geschichte hat die Macht, uns vom Schmerz zu lösen, weil sie uns in eine Welt entführt, wo es keinen Schmerz gibt. Sie gibt uns einfach Zeit, Abstand von dem zu gewinnen, was Schmerz bereitet hat. Und zurückgekehrt aus der anderen Welt sieht das vermeintliche Grau der eigenen gar nicht mehr so schlimm aus.

 

Fazit: Geschichten sind die beste Medizin und haben weniger Kalorien als Schokolade ;.)

Voraussetzung: Geschichten als Seelentröster nutzen und sich darauf einlassen

 

 

4. Geschichten sind wahrer Zündstoff für meine Vorstellungskraft

 

MITTELERDE und „Klick!“ Dieses eine Wort reicht aus und ich bin schon dort. Mitten drin. Ich sehe alles ganz genau vor meinem inneren Auge. Meine Vorstellungskraft ist eingeschaltet und läuft auf Hochtouren. Meine Fantasie lässt es sich dann nicht nehmen, sich einzumischen, und beginnt gleich, eine ganze Geschichte drum herum zu bauen. Nichts, was es schon gibt. Etwas Neues, Einzigartiges. Meine Fantasie und Vorstellungskraft sind schon ein richtig gut eingespieltes Team und oft braucht es auch gar keinen Impuls von außen mehr, um auf Knopfdruck eine Welt entstehen zu lassen.

 

Fazit: Wow-Gefühl mit positivem Nebeneffekt fürs Leben

Voraussetzung: die eigene Fantasie zulassen und Impulse für die eigene Vorstellungskraft nutzen

(mit etwas Übung funktioniert´s dann auch ohne äußeren Impuls)

 

 

5. In jeder Geschichte begegne ich mir selbst

 

Es hat schon seinen Grund, warum ich bestimmte Filme und Bücher zu meinen Lieblingen auserkoren habe. Die Geschichten spielen in unterschiedlichen Welten, eine fantastischer als die andere und sind voller Helden, Abenteuer, Geheimnisse und Gefahren. Dennoch bleibt eine Figur immer dieselbe: ich. Nicht zufällig fiel meine Wahl auf genau jene Geschichten, denn überall finde ich mich selbst wieder. Oder einen Teil von mir. Die Anziehungskraft beruht auf dem Resonanzprinzip, wonach Gleiches auch Gleiches anzieht. Irgendetwas in der Geschichte erinnert mich an mich selbst. Auf meine ganz eigene Art und Weise erlebe ich das Abenteuer mit und finde dabei so einiges über mich selbst heraus.

 

Die selbstbewusste und geniale Wissenschaftlerin in „Stargate“ - ach ja, mein erster Kindheitstraum, ich wollte Astrowissenschaftlerin werden. Ist noch was davon in mir übrig?

 

Die schöne und mächtige Elbenzauberin Galadriel in „Der Herr der Ringe“ -  so fühle ich mich oft, wenn ich in der Natur unterwegs bin und mir wünsche, hinter dem nächsten Baum magische Wesen zu entdecken. War ich in einem früheren Leben vielleicht eine Elbin oder Zauberin?

 

Die flippige und trendige Kolumnistin Carrie Bradshaw aus New York in „Sex and the City“ - ja klar, das Schreiben verbindet uns und die Sehnsucht nach dem Reisen flammt in mir auf. Werde ich auch mal so erfolgreich mit meiner Schreibe sein wie Carrie?

 

Was ich auch entdecke, es ist ein Teil, der zu mir gehört.

Und immer, wenn ich etwas entdecke, weiß ich: es ist gerade wichtig für mich.

 

Fazit: eine unterhaltsame Reise ins Ich, die nie endet und spannend bleibt

Voraussetzung: der eigenen Intuition folgen, welche Geschichte gerade gelesen oder gesehen werden will und dabei Spaß haben, sich selbst darin zu finden

 


Nun wünsche ich DIR viel Spaß mit DEINEN Lieblingsgeschichten!

Schreibe mir doch einfach ein Kommentar: warum liebst DU Geschichten? Ich bin gespannt ;.)

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Arno (Mittwoch, 15 März 2017 19:46)

    Es war erst vor kurzem, da lernte ich eine neue Seite von mir kennen. Eine Seite die mir durchs schreiben bewusst machte, wie wichtig es ist Gefühle und Phantasien in Geschichten zu verfassen. Dankeschön

  • #2

    Andie New (Donnerstag, 16 März 2017 10:39)

    Danke, Arno, das freut mich sehr :.) Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Ich wünsche dir auch weiterhin viele wunderbare Erfahrungen beim Schreiben und mit deinen Geschichten.